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Jeder zweite neue Job in Ostdeutschland geht an Ausländer

27.04.2017 - 14:46 Uhr

Wirtschaft. Jeder zweite neu hinzugekommene sozialversicherungspflichtige Job in Ostdeutschland geht an Ausländer. Das geht aus einer aktuellen Studie des Ifo-Instituts hervor.

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Demnach verzeichneten die ostdeutschen Flächenländer von Juni 2015 bis Juli 2016 ein Plus von 53 000 Beschäftigten. 54 Prozent entfielen auf Ausländer.

Knapp ein Viertel dieses Zuwachses geht auf Beschäftigte aus Polen und Tschechien zurück, weitere sieben Prozent auf Bulgaren und Rumänen.

Kein Job-Zuwachs durch Einwanderung aus der Dritten Welt

"Die außereuropäischen Asylherkunftsländer tragen hingegen nur wenig zum Beschäftigungsaufbau bei", betonen die Arbeitsmarktexperten Antje Fanghänel und Dr. Michael Weber vom Dresdner ifo Institut. Die Mehrheit der außereuropäischen Asyleinwanderer kommt aus Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan und Syrien.

Trotz des zuletzt kräftigen Beschäftigungszuwachses stellen ausländische Arbeitnehmer immer noch nur 3,3 Prozent der 4,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ostdeutschland.

Angesichts der niedrigen Geburtenrate und der massiven Einwanderung sei jedoch zu erwarten, dass dieser Anteil in Zukunft steige und ausländische Beschäftigte zunehmend zur wirtschaftlichen Leistung der ostdeutschen Flächenländer beitragen, so die Experten.


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