Großrazzia gegen Terrormoschee in Berlin

28.02.2017 - 17:26 Uhr

Deutschland. Die Berliner Behörden haben den Moscheeverein "Fussilet 33" verboten. Der Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war dort regelmäßiger Besucher. Fast 500 Polizisten haben am Dienstagmorgen 24 Objekte in der Hauptstadt durchsucht, die in Verbindung zur Moschee stehen sollen.

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Bei der Großrazzia wurden die Moschee im Stadtteil Moabit, 15 Wohnungen, zwei Gewerberäume sowie sechs Zellen in Justizvollzugsanstalten durchsucht. Insgesamt 460 Beamte waren im Einsatz, schreibt die Berliner Polizei auf Twitter.

Der tunesische Asylbewerber Anis Amri, der im Dezember beim Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag zwölf Menschen tötete, soll regelmäßig die Moschee von "Fussilet 33" besucht haben. Sie gilt als Stützpunkt für islamistische Terroristen.

Ziel der Razzia seien die Sicherstellung von Beweismitteln und die Festsetzung des Vereinsvermögens, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel dem Tagesspiegel.

Bereits Ende Januar hatte die Polizei bei einer Razzia drei Terrorverdächtige festgenommen, darunter ein führendes Mitglied des Vereins.

Zudem hat der Berliner Innensenat ein Verbot von "Fussilet 33" beschlossen. An der Tür des Gebetshauses klebt nun ein Zettel mit der Aufschrift: "Diese Moschee ist endgültig geschlossen!"
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