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Helmut Schmidt.

Feige, charakterlos und ohne Anstand im Umgang mit den Toten

16.05.2017 - 17:38 Uhr

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Helmut Schmidt war ein charakterstarker Staatsmann, ein Mann, der durch den Weltkrieg gegangen ist. Er sah, wie sehr viele seiner Generation, die Schrecken dieses Krieges und nahm sich Lehren aus dieser Zeit mit. Darunter gehörte auch der Umgang mit den Feinden, vor allem den politischen Feinden. Nie wäre es ihm in den Sinn gekommen seine parlamentarischen Gegner aus der bundesrepublikanischen Geschichte zu tilgen.

Nun ist sein Portrait an der Hamburger Bundeswehr Universität, die seinen Namen trägt, vermutlich nicht auf Befehl von Frau von der Leyen abgehängt worden. Aber sie hat es geduldet und besteht nicht darauf, dass es wieder aufgehängt wird. Dabei handelt es sich um einen Offizier, Kanzler und Verteidigungsminister, also einen direkten Amtsvorgänger von Frau von der Leyen.

Wenn Herr Helmut Schmidt noch leben würde, dann würde er sicherlich lautstark dagegen protestieren. Überhaupt scheint es, als würden nun, wo die letzten der Kriegsgeneration langsam sterben, alle Hemmungen fallen. Die politkorrekte Gesellschaft hat sich nicht unter der SPD, aber doch unter der CDU, einer vermeintlich konservativen Partei, in einen inquisitorischen Wahn gesteigert.

Im Ausland schüttelt man den Kopf über das Verhalten von der Verteidigungsministerin. Selbst ehemalige Feinde wie Frankreich beurteilen die Wehrmacht differenzierter. Doch nun, wo sich die Menschen die damals Zeitzeugen waren, kaum noch wehren können, treten die Politdarsteller vom Schlage Ursulas noch einmal nach.

Young German

Der Autor schreibt auf seinem persönlichen Blog über Politik, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Militär.


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