Im Grunde dürfen Dunkelhäutige und Südländer kostenlos Bahn fahren

03.07.2016 - 00:51 Uhr

Deutschland. Eine neue Asylregelung der Deutschen Bahn ermöglicht es Dunkelhäutigen und südländisch aussehenden Menschen kostenlos Bahn zu fahren, während Hellhäutige weiterhin regulär zahlen müssen. Das geht aus einem Antwortbrief der Deutschen Bahn hervor.

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Bahnkunde Peter S. berichtet auf pi-news.net über seine Beobachtungen im Bahnverkehr. Wie viele andere auch wird er täglich Zeuge, wie Fahrkartenkontrolleure die Bahnreisenden in zwei Gruppen nach rassischen Kriterien einteilen.

Auf der einen Seite stehen Südländer und dunkelhäutige Personen. Wenn diese Personen kein Deutsch sprechen oder vorgeben kein Deutsch sprechen zu können, gelten sie als Asylbewerber und werden entweder gar nicht kontrolliert, dürfen ohne Bußgeld bei der nächsten Station aussteigen oder es wird ein sogenannter "Nuller"-Fahrschein ausgestellt, der zur kostenlosen Weiterfahrt berechtigt.

Die andere Seite bilden hellhäutige Menschen. Für sie gelten deutlich härtere Regeln. Sie werden regulär kontrolliert, müssen bei fehlender Fahrkarte ihre Personalien angeben und erhalten ein Bußgeld.

In einem Anwortschreiben an den Bahnkunden bestätigt die Deutsche Bahn, dass augenscheinliche Migranten und Asylbewerber nichts bezahlen müssen, weil diese "mittellos" seien.

Wie dunkel genau Hauttyp und Haarfarbe sein müssen, um als solcher durchzugehen, geht aus dem Schreiben jedoch nicht hervor.

Peter S. ist damit nicht einverstanden:

"Für mich ist das ein klarer Fall von Diskriminierung der heimischen Bevölkerung. Ich werde als Fahrgast zweiter Klasse behandelt. Einerseits zahle ich sowieso schon rund 900 Euro für eine Jahreskarte, andererseits zahle ich eine Strafe, sobald ich diese vergesse. Jene „südländisch“ aussehenden Fahrgäste verzichten häufig von vornherein auf eine Fahrkarte und gehen in jedem Fall straffrei aus."

Er kündigt an, einen Brief an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu schreiben.

"Unabhängig davon fordere ich jeden auf, eine Ungleichbehandlung nicht einfach hinzunehmen! Einen Brief oder eine E-Mail kann jeder schreiben. Man muss auf diese Ungleichbehandlung im Nahverkehr, auf den Ämtern, am Wohnungsmarkt und in den Schulen aufmerksam machen. Es kann nicht angehen, dass „Flüchtlinge“ und Migranten besser behandelt werden als die einheimische, steuerzahlende Bevölkerung."

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